Sie leben in einem Aquaterrarium, wobei der Wasserteil nur ca. 35% ausmacht der mit einer Glasschale abgetrennt ist. Ich hatte auch mal einen größeren Wasserteil im Terra, musste aber feststellen, dass sich meine beiden rund 17 Stunden am Tag an Land aufhielten. Aus diesem Grund wollte ich ihnen einen größeren Landteil zur Verfügung stellen damit sie ihre Reviere besser “abstecken” konnten. Rote Mangrovenkrabben benötigen unbedingt einen Land und Wasserteil da es amphibisch lebende Tiere sind und in ihrer Heimat, den Mangrovenwäldern, oft maximal 100 Meter vom Wasser leben . Es reicht keine Wasserschale aus, denn gerade in der Zeit der Häutung, benötigen sie unbedingt ausreichend Platz unter Wasser. Als Bodengrund verwende ich handelsübliche ungedüngte Blumenerde. Hier muss man testen was am besten angenommen wird. Die Kira zb. betrat mit keinem Beim den Landteil, als ich noch Terrarienhumus im alten Terra verwendet hatte. Den Robby widerum machte dies überhaupt nichts aus. Doch das typische Graben, konnte ich leider nie feststellen, was sich jedoch mit dem Bodengrundwechsel änderte
Ansonsten stehen ihnen mehrere Mangrovenwurzeln zur Verfügung, die sie zum einen als Versteck nutzen zum anderen weiden sie die Wurzeln regelrecht ab. Man vermutet, dass sie dadurch lebenswichtige Microorganismen dadurch aufnehmen. Versteckmöglichkeiten sind sowieso sehr wichtig, allein schon zur Revierbildung werden diese benötigt. Mit Flachkork bspw. kann man schöne Überänge zum Wasserteil bauen.
Beleucht wird das Aquaterra mit einer handelsüblichen Glühbirne von 25 Watt die eine Temperatur von rund 26 Grad im Terra erzeugt und das Wasser auf rund 23 Grad erwärmt. Am optimalsten sind Wassertemperaturen zwichen 24-26 Grad, da die Krabben dann aktiver werden als bei niedrigeren Temperaturen bei einer Luftfeuchtigkeit von rund 70-80 %. Da ich diese oft nicht halten kann, sprühe ich einmal täglich Wasser ins Terrarium. Zur besseren Belüftung, habe ich zusätzlich zu den schon vorhandenen Lüftungslöchern noch an allen Seiten mit einem Akkuschrauber Luftlöcher gebohrt. Seit dem staut sich die Feuchtigkeit auch nicht mehr. Desweiteren hilft feuchtgehaltenes Moos die Luftfeuchtigkeit konstant zu halten. Dieses sollte man tief aus dem Wald holen, wo keine Autos oä. fahren um Verunreinigungen von Abgasen zu vermeiden.
- Aquaterrarium Pseudosesarma moeschi
- Robby der Macho
- Ein seltener Augenblick. Die Kira lässt sich fotografieren.
- Teilansicht Aquaterrarium
- Übergang ins Wasser
- OSB Terrarium
- Altes “Übergangsterra”
Der Speiseplan sieht sehr vielfältig aus wobei ich keinem Plan nachgehe. Das Fasten an zwei Tagen, gehört jedoch zum Wochenprogramm, denn im Wasser und Bodengrund, finden sie ausreichend Nahrung und es muss nicht zwingend zugefüttert werden.
Die Mangrovenkrabben zählt man wie viele Krabbenarten, zu den Allesfressern.
Mangroven-, Seemandelbaum- und Pappelblätter, Buchen- und Schwarzerlenlaub, Erlenzäpfchen, Rote Mückenlarven, Bachflohrebse (Gammarus), Muschelfleisch, Rinderherz, Stinte, gekochte Kartoffel und Möhre, Salat, Gurke und Tomate, Apfel, Zitterspinnen, Grüne Heupferdchen, Stubenfliegen, Futtertabletten, Hikari Algae, Sinking Wafers, Krebstierfutter von JBL: Novo Crabs, Gelantinefutter uvm…stehen auf dem Speiseplan.
Da ich vom Angeln noch Fleischmaden da hatte, machte ich einen Versuch und packte eine lebende Made ins Terra. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie blitzschnell sie weg war. Sie wurde verfolgt und dann wurde hemmungslos zugeschlagen.
Also auch diese sehr proteinreiche Nahrung, findet 2 mal wöchentlich den Weg in ihre kräftigen Scheren.
Dabei muss ich jedoch drauf achten, dass ich den Robby zu erst füttere, da sonst ein kleines Unglück passieren könnte. Rote Mangrovenkrabben haben ein sehr stark ausgeprägtes Sozialverhalten. So ist von einer innigen, jahrelangen “Liebe” bis zum abgründigen Hass und Kämpfen auch unter Männchen-Weibchen, alles drin. Mein Krabbenherr Robby ist ein Macho durch und durch. Wenn die Kira ihm im Wege steht, bekommt sie einfach eine verpasst. Da sie um einiges kleiner ist und ihre aussichtslose Lage wohl sieht, wird garnicht erst zurück “geschossen”. Zwichen den beiden herscht eine große Antipathie. Da werd ich mir noch etwas einfallen lassen, um die Kira etwas zu schützen. Bspw. eine Umstruckturierung mit mehr Verstecken könnte man versuchen. Zzt. gehen sie sich jedoch aus dem Weg und gut ist.
Die beiden werden noch Zuwachs von einer Dame bekommen. Vieleicht hilft dies auch etwas. Da muss man halt schauen und ausprobieren.
Grüße alex









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