Die morgendliche Überraschung beim Karpfenangeln
Geschrieben von admin in Angeln Tipps & TricksEndlich, es ist Freitag und ich stehe in meinem Schuppen, um meine Sachen zusammen zu suchen. Schnell das Tackle ins Auto geladen und ab geht es an den an See.
Ich entschied mich, diesmal direkt vor dem Steg zu fischen, an dem mein Boot lag. Schnell suchte ich mir am Ufer neben dem Steg eine Stelle und baute mein Takle auf .Rigs beködert, Rute, Marker und Boilies ins Boot und schon war ich auf der Suche nach einem ersten geeigneten Spot.
Aus Erfahrung wusste ich, dass ca. 100 Meter vor dem Steg eine Kante steil von 1,5m auf 3,5m abfiel. Mit der Poli suchte ich die Kante und kurz dahinter setze ich den ersten Stangenmarker, mit dem ich auch noch gleich den Boden abtastete.
Jetzt flogen einige Hände Boilies vor dem Marker und ich platzierte die erste Montage einige Meter abseits des Spots.
Die zweite Rute wollte ich ins Flachwasser legen, unter einem Meter. So suchte ich mir eine Krautfreie Fläche von ca. 2 Meter Durchmesser und platzierte sie am Rand des Krautlochs. Schnell ein paar Boilies hinterher und ab zum Ufer. Noch die Schnüre abgesenkt und mein Bivy aufgebaut und schon saß ich entspannt bei untergehender Sonne, mit einem Bier in der Hand und malte mir aus, was hier wohl passieren würde.
Nach kurzem Besuch von einem befreundeten Hunter, legte ich mich mit gemischten Gefühlen in mein Zelt und versuchte einzuschlafen. Doch Waschbären, die gleich neben meinem Zelt ihr Bau hatten, ließen das einschlafen zu einem Akt werden.
Gegen 7 Uhr morgens, wachte ich auf und wusste, wieder geblankt. Der See lag ruhig vor mir und die Sonne blinzelte mir wärmend ins Gesicht.
Als ich mir meine “Morgenzigarette” anzündete, lief ich zu meinem Pod und machte eine seltsame Entdeckung. Der linke Swinger küsste quasi schon meine Rute und das Absenkblei hing hoch in der Luft. Als ich den Schnurverlauf folgte, merkte ich, dass nach ein paar Metern, die Schnur einen 90 Grad Winkel um einen Bootspfahl Richtung Schilf machte.
Mir schwahnte in dem Moment schon was da los sein könnte und so nahm ich den Kescher und das Boot in Schlepptau und machte mich auf dem Weg. Mit krummer Rute in der Hand Lief ich an dem Steg entlang und sah, dass das Ende der Schnur sich im Schilfgürtel befand. Nun Knallte es ordentlich in der Rute und mir war klar was los war.
Am Schilf angekommen, sah ich schon einen mächtigen Schwall und kämpfte mich samt krummer Rute, das Boot an der Wathose befestigt und den Kescher unterm Arm, durchs dichte Schilf. Ein Bild für die Götter,wenn mich einer gesehen hätte……….
Nach 20 Minuten erbitterten Kampf mit dem Schilf, Kescher, Karpfen und Boot, konnte ich ihn landen.
Am Ufer angekommen, rein in den Wiegesack und ran an die Waage. Der Zeiger blieb bei 17,5 kg stehen. Mein PB bis dahin. Die Knie stabilisierten sich wieder und der Adrenalienspiegel sank. Überglücklich, rauchte ich meine so wichtige “Zigarette danach”.
Tja und was hat es nun gelegen…die Batterie war Schuld. An den nächsten 3 Wochenenden fing ich auf diesem Spot, in nur 0,80 cm Tiefe, 4 Weitere Karpfen von 8, 13, 21 und 27 Pfund.
Während sich die Kollegen mit kleinen Satzkarpfen um 4 Pfund von ihren “Maisspots” rumärgerten, fütterte ich spärlich und konnte so zwar weniger aber dafür größere Karpfen überlisten….
Viele unvergessliche, nasse Nächte, mit der krummen Rute in der Hand wünscht…
Alex



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